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Welche Anerkennung hat die klinische Posturologie in der Schweiz?

  • Autorenbild: SuissePosturo
    SuissePosturo
  • 23. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Die Frage der Anerkennung wird von Fachpersonen, die sich für die klinische Posturologie interessieren, häufig gestellt. Die Antwort verdient einige Präzisierungen, da verschiedene Formen der Anerkennung nebeneinander bestehen.


Eine von mehreren Registrierungsstellen anerkannte Methode


Dank der Strukturierungsarbeit von SuissePosturo wird die klinische Posturologie heute von mehreren Registrierungsstellen im Bereich der Komplementärtherapien in der Schweiz anerkannt, insbesondere von der ASCA, der NVS und der APTN.


Diese Anerkennung ermöglicht es qualifizierten Therapeutinnen und Therapeuten unter bestimmten Voraussetzungen, die Posturologie als eine der Methoden anerkennen zu lassen, die sie im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit anwenden.


Die genauen Anerkennungsbedingungen können sich im Laufe der Zeit ändern und liegen ausschliesslich in der Zuständigkeit der jeweiligen Registrierungsstellen.


Nicht alle Therapeutinnen und Therapeuten sind gleich betroffen


Die Anerkennung der Posturologie hängt vom beruflichen Status der Therapeutin bzw. des Therapeuten sowie von den Anforderungen der jeweiligen Registrierungsstelle ab.


Je nach Situation können nur bestimmte Berufe oder bestimmte Hauptmethoden durch eine Anerkennung der klinischen Posturologie ergänzt werden. Die geltenden Bedingungen können sich ändern und sollten direkt bei der betreffenden Organisation überprüft werden.


Eine Anerkennung bedeutet nicht automatisch eine Kostenübernahme


Die Anerkennung einer Methode durch eine Registrierungsstelle bedeutet nicht automatisch, dass die Leistungen von einer Zusatzversicherung übernommen werden.


Die Bedingungen für eine Kostenübernahme hängen insbesondere vom Versicherungsvertrag, vom Umfang der versicherten Leistungen sowie vom Status der Therapeutin oder des Therapeuten ab.


Aus diesem Grund sollten sich Patientinnen und Patienten vor Beginn einer Behandlung stets direkt bei ihrer Versicherung informieren.


Eine ergänzende Kompetenz im Dienst der Patientinnen und Patienten


SuissePosturo versteht die klinische Posturologie als einen ergänzenden Ansatz, der die berufliche Tätigkeit der Therapeutinnen und Therapeuten bereichert.


Die Posturologie hat nicht die Aufgabe, den Hauptberuf der Praktizierenden zu ersetzen. Sie stellt vielmehr eine zusätzliche Kompetenz dar, die es ermöglicht, Haltung, Gleichgewicht und die Anpassungsmechanismen des Körpers anhand eines spezifischen Analyseansatzes zu beurteilen.


Wenn eine Therapeutin oder ein Therapeut die klinische Posturologie als Teil ihrer bzw. seiner beruflichen Tätigkeit ausweist, bedeutet dies, dass eine spezifische Ausbildung absolviert wurde, welche den von SuissePosturo definierten Kriterien entspricht, und dass zusätzliche Kompetenzen in diesem Bereich vorhanden sind.


Die Rolle von SuissePosturo


Als Berufsverband definiert SuissePosturo die Qualifikationskriterien, den Referenzstudienplan sowie das Zertifizierungssystem für Praktizierende. Darüber hinaus engagiert sich der Verband für die Vertretung und Weiterentwicklung der Disziplin gegenüber Institutionen und relevanten Partnern.


Dieses Engagement trägt dazu bei, die Qualität der Ausbildungen zu stärken, die Profession besser sichtbar zu machen und die klinische Posturologie in der Schweiz schrittweise weiter anzuerkennen.

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