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Warum eine Therapeutin oder einen Therapeuten mit Ausbildung in klinischer Posturologie konsultieren?

  • Autorenbild: SuissePosturo
    SuissePosturo
  • 23. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Die Haltung beruht auf einem komplexen Zusammenspiel sensorischer Informationen, des Muskeltonus und der Anpassungsfähigkeit des Körpers. Wenn funktionelle Beschwerden auftreten, kann eine Konsultation in klinischer Posturologie zusätzliche Erkenntnisse darüber liefern, wie sich der Körper im Alltag organisiert und kompensiert.


Die Haltung in ihrer Gesamtheit verstehen

Der menschliche Körper passt seine Position ständig an, um sein Gleichgewicht zu erhalten und sich seiner Umgebung anzupassen. Diese Regulation beruht insbesondere auf Informationen aus den Augen, den Fussauflagen, dem Kiefer und den verschiedenen sensorischen Rezeptoren des Körpers.


Meist funktionieren diese Mechanismen effizient und unauffällig. Es kann jedoch vorkommen, dass bestimmte Anpassungen schwieriger werden oder sich dauerhafte Kompensationsmechanismen entwickeln.


In welchen Situationen kann eine Konsultation sinnvoll sein?

Eine Konsultation in klinischer Posturologie kann in Betracht gezogen werden, wenn jemand bestimmte funktionelle Beschwerden, Rücken- oder Bewegungsapparatschmerzen, ein Instabilitätsgefühl, wiederkehrende Verspannungen oder Gleichgewichtsprobleme besser verstehen möchte.


Das Ziel besteht nicht darin, sich ausschliesslich auf eine schmerzhafte Körperregion zu konzentrieren, sondern zu beobachten, wie sich der gesamte Körper organisiert und anpasst.


Wie läuft eine posturologische Untersuchung ab?

Die Konsultation beginnt in der Regel mit einem Gespräch, um die Situation der Person, ihre Vorgeschichte, ihre täglichen Aktivitäten und die Umstände des Auftretens der Beschwerden zu verstehen.


Anschliessend führt die Therapeutin oder der Therapeut eine globale Beobachtung der Haltung durch. Dabei werden insbesondere die Belastung der Füsse, das Gleichgewicht, Asymmetrien, der Muskeltonus sowie die Reaktionen des Körpers auf verschiedene Tests analysiert. Je nach Ausbildung und Fachgebiet können auch sensorische Systeme wie die Augen, die Füsse oder der orofaziale Bereich berücksichtigt werden.


Dieser Ansatz ermöglicht ein besseres Verständnis bestimmter Situationen durch eine funktionelle Analyse der posturalen Organisation.


Ein ergänzender Ansatz

Die klinische Posturologie ersetzt weder eine medizinische Diagnose noch andere therapeutische Behandlungen. Sie ist Teil eines ergänzenden Ansatzes, bei dem je nach Situation verschiedene Gesundheitsfachpersonen zusammenarbeiten können.


Diese Zusammenarbeit ist besonders wichtig, da Gleichgewicht und Haltung aus dem Zusammenspiel zahlreicher Systeme entstehen und oftmals unterschiedliche fachliche Perspektiven erfordern.


Ausgebildete und zertifizierte Therapeutinnen und Therapeuten

Die von SuissePosturo aufgeführten Therapeutinnen und Therapeuten haben eine spezifische Ausbildung in klinischer Posturologie absolviert, die den vom Verband definierten Kriterien entspricht. Sie arbeiten innerhalb eines gemeinsamen professionellen Rahmens und profitieren von einem Netzwerk, das den fachlichen Austausch und die Weiterentwicklung von Kompetenzen fördert.


Für Personen, die eine Fachperson mit Ausbildung in klinischer Posturologie konsultieren möchten, ermöglicht das SuissePosturo-Verzeichnis die Suche nach zertifizierten Therapeutinnen und Therapeuten nach Region, Konsultationssprache oder Tätigkeitsbereich.

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